Umgang mit der Fatigue

Wenn die Müdigkeit zu einem grossen Problem für MS-Betroffene wird, sollte zuerst eine sorgfältige medizinische Abklärung vorgenommen werden, um andere Ursachen wie Schlafstörungen mit nachfolgender Schläfrigkeit am Tag auszuschliessen. Ist die MS einziger Auslöser für die Müdigkeit, sollte die Art der Müdigkeit identifiziert und gezielt behandelt werden. Es ist wichtig, Ursachen zu beseitigen, welche die Müdigkeit verschlimmern, z. B. Infektionen, Stress und die übermässige Zufuhr bestimmter Medikamente. Medikamente können helfen, Rehabilitation ist aber ebenso wichtig. Lebensstil und Beschäftigungen sollten angepasst werden.

Die häufigste Form der Müdigkeit bei MS-Betroffenen ist die dauerhafte Müdigkeit. Dabei handelt es sich um eine sehr unangenehme Form der Müdigkeit. Diese hat wahrscheinlich biochemische Ursachen.

Und noch etwas: Müdigkeit bedeutet nicht automatisch Schwäche. Ruhe kann hilfreich sein. Die Behauptung, dass Müdigkeit zu Myelinverlusten führt, ist aber ebenso wenig bewiesen wie die Hypothese, die Krankheit verschlimmere sich bei zu wenig Ruhe. Da Überanstrengung die MS-Symptome generell verschlechtert, sollten Betroffene diese aber meiden. Es gilt also, das richtige Mass zu finden. Hören Sie auf Ihren Körper und meiden Sie nicht automatisch jede kleine Anstrengung. Allgemein kann man sagen, dass häufige kurze Pausen während des Tages und ein leichtes Muskelaufbautraining gute Auswirkungen haben. Techniken wie Stress- und Zeitmanagement, das Setzen von Prioritäten, das Vorausplanen von Aktivitäten und die Vereinfachung von Arbeitsabläufen sind weitere Möglichkeiten, um die Müdigkeit zu kontrollieren. Manchen Menschen helfen Yoga und Meditationstechniken.

Kalte Duschen und Bäder oder eine kühle Lüftung (Klimaanlage) bei warmem Wetter können die Auswirkungen der Fatigue lindern.