Umgang mit kognitiven Einschränkungen

Umgang mit Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit

Die Auswirkungen der kognitiven Einschränkungen auf das Leben von MS-Betroffenen hängen unter anderem davon ab, inwieweit sie im Alltag auf ihre geistige Leistungsfähigkeit angewiesen sind. Die Grundlage für einen erfolgreichen Umgang ist daher immer eine genaue individuelle Abklärung. Es gibt verschiedene neuropsychologische Testverfahren, mit denen man die kognitive Leistungsfähigkeit beurteilen kann. Gemäss dem heutigen Stand der medizinischen Forschung wirkt eine frühe MS-Therapie auch den kognitiven Defiziten entgegen.

Einige MS-Betroffene finden es hilfreich den kognitiven Beeinträchtigungen im Alltag mit bewusst eingesetzten Strategien zu begegnen: «Eselsbrücken» aufbauen, bildhafte Vorstellungen mit Gedächtnisinhalten verknüpfen oder einfache Hilfen im Alltag verwenden.

Solche Kompensationsstrategien können Überforderungssituationen vermeiden helfen, wenn sie regelmässig eingeübt und eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es computergestützte Trainingsprogramme. Und noch etwas: Kognitive Einschränkungen haben nichts mit Intelligenzminderung zu tun. Ein Grund mehr, warum es keinen Grund gibt, diese zu verheimlichen. Der erste Schritt zu einem konstruktiven Umgang mit kognitiven Einschränkungen ist, diese zu verstehen und zu akzeptieren. Der zweite, darüber zu sprechen. Wenn Sie dann noch einige kleine Strategien benutzen, setzen Sie für sich und ihr Umfeld ein viel versprechendes Zeichen in die richtige Richtung.